Gesellschaft

Kritik an Bürokratie und gesellschaftlichen Normen: Herrenknecht spricht Klartext

Nina Hoffmann14. Juni 20261 Min Lesezeit

Martin Herrenknecht, der Gründer des gleichnamigen Spezialmaschinenbauunternehmens aus Baden-Württemberg, hat in einem aktuellen Interview seiner Wut über die "Scheißbürokratie" und die "Softie-Gesellschaft" freien Lauf gelassen. Er sieht die deutsche Bürokratie als ernsthafte Bremse für Unternehmen, die Innovation und Wettbewerbsfähigkeit fördern möchten. Das wiederholte Aufeinandertreffen mit Vorschriften, Genehmigungsverfahren und den damit verbundenen Verzögerungen hinterlässt nicht nur bei Unternehmern einen bitteren Nachgeschmack, sondern könnte auch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes gefährden. Herrenknechts Aussagen werfen die Frage auf: Wie viel Bürokratie ist nötig, um Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, und wo fängt die hemmende Regelungswut an?

Seine Kritik an einer „Softie-Gesellschaft“ zielt auf das gesellschaftliche Klima ab, das er für überempfindlich hält. Der Unternehmer stellt infrage, ob die heutigen Werte und Normen der Gesellschaft dem Unternehmergeist zuträglich sind oder ob sie ihn ersticken. Wo bleibt der Mut zum Risiko, wenn Sensibilität und Überempfindlichkeit den Ton angeben? Lässt sich mit einem solchen Klima wirklich noch echte Innovation erzielen? Herrenknechts scharfe Worte könnten als Weckruf verstanden werden – doch ist der Ruf nach weniger Bürokratie und mehr unternehmerischem Mut ein realistisches Anliegen oder ein reiner Ausdruck von Frustration? Die Antwort bleibt offen.

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